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Pizza Margherita aus dem Pizzaofen

Eine Margherita ist die ehrlichste Pizza, die es gibt: keine Beläge, um Mängel zu verbergen, nur Teig, Sauce und Käse. Genau deshalb ist sie so anspruchsvoll. Der Schlüssel liegt in hoher Temperatur, denn ab 400 Grad karamellisiert der Boden rasend schnell, während die Mozzarella gerade so schmilzt, ohne auszutrocknen. Das gelingt nur mit einem guten Pizzaofen. Dieses Rezept bringt dir ein authentisches neapolitanisches Ergebnis, mit luftigem Rand und rösti­gen Stellen auf dem Boden.

Rezept

Pizza Margherita aus dem Pizzaofen

Eine echte Margherita verlangt nach hoher Hitze und guten Zutaten. Mit einem Pizzaofen auf Temperatur bäckst du sie in weniger als zwei Minuten zur Perfektion.

Gang Hauptgericht
Küche Italienisch
Portionen 4 Pizzen

Vorbereitungszeit

Vorbereitungszeit 30 Minuten
Ofenzeit 90 Sekunden pro Pizza
Mindestens einrichten. 3 Stunden (1 Stunde Gare bei Raumtemperatur + 2 Stunden Aufwärmen nach dem Kühlschrank)
Abkühlzeit 12 Stunden
Gesamt Circa 16 Stunden (inklusive kalter Gare)

Benötigte Geräte & Materialien

  • Pizzaofen
  • Pizzaschaufel
  • Pizzaschneider
  • Große Rührschüssel
  • Kleine Rührschüssel
  • Frischhaltefolie
  • Feuchtes Küchentuch
  • Schneidebrett
  • Küchenwaage

Zutaten

  • 500 g tipo 00 Mehl (oder starkes Weizenmehl), plus extra zum Bestäuben
  • 325 ml lauwarmes Wasser
  • 7 g Trockenhefe (1 Päckchen)
  • 10 g feines Meersalz
  • 1 EL Olivenöl, plus etwas zum Einfetten und Beträufeln
  • 1 Dose (400 g) geschälte Tomaten (vorzugsweise San Marzano)
  • 2 Kugeln frische Mozzarella (je 125 g)
  • 1 Handvoll frische Basilikumblätter
  • Meersalz nach Geschmack

Wie machst du eine klassische Pizza Margherita im Pizzaofen?

    1. Bereite den Teig zu: löse die Hefe im lauwarmen Wasser auf und lasse sie 5 Minuten stehen, bis sie schäumt. Vermenge in einer großen Schüssel das Mehl und das Salz. Gib das Hefewasser und das Olivenöl dazu und knete alles 10 Minuten von Hand zu einem geschmeidigen, leicht klebrigen Teig. Der Teig ist richtig, wenn du ein Stück auseinanderziehst und es leicht durchscheinend wird, ohne zu reißen.
    2. Erste Gare: forme den Teig zu einer Kugel, lege ihn in eine leicht gefettete Schüssel, decke mit Frischhaltefolie ab und lasse ihn 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen. Danach stellst du die Schüssel 12 Stunden in den Kühlschrank für die zweite, langsame Gare. Diese kalte Fermentation gibt dem Teig mehr Geschmack und macht ihn leichter zu formen.
    3. Portioniere den Teig: nimm den Teig 2 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank. Teile ihn in 4 gleiche Kugeln von etwa 220 Gramm. Leg sie auf ein bemehltes Arbeitsbrett, decke sie mit einem feuchten Küchentuch ab und lasse sie auf Zimmertemperatur kommen. Das entspannt das Glutennetz, sodass du den Teig später leicht ausziehen kannst.
    4. Mache die Tomatensauce: gib die geschälten Tomaten in eine Schüssel und zerdrücke sie mit der Hand. Füge eine Prise Salz hinzu. Mehr musst du nicht tun: durch die Hitze im Ofen gart die Sauce weiter und der Geschmack konzentriert sich von selbst. Eine zu ausgearbeitete Sauce verliert diesen frischen Charakter.
    5. Heize den Pizzaofen vor auf mindestens 430 Grad Celsius. Das dauert je nach Ofen 15 bis 25 Minuten. Prüfe die Temperatur des Steins mit dem eingebauten Thermometer, bevor du backst: ein kalter Stein ergibt einen schlaffen, blassen Boden.
    6. Forme die Pizza: bestäube dein Arbeitsbrett und deine Hände großzügig mit Mehl. Drücke eine Teigkugel mit den Fingerspitzen flach, lasse den Rand intakt. Strecke den Teig dann vorsichtig mit dem Handrücken, indem du ihn über deine Hände legst und langsam ausbreitest. Zielt auf eine Scheibe von circa 28 Zentimetern. Verwende kein Nudelholz: das presst die Luft heraus und der Rand bleibt flach.
    7. Belege die Pizza: verteile 3 bis 4 Esslöffel Tomatensauce auf dem Teig und lasse einen 2 Zentimeter breiten Rand frei. Zerreiße die Mozzarella in Stücke und verteile sie darauf. Beträufle mit einem kleinen Schuss Olivenöl und bestreue mit etwas Meersalz. Weniger ist mehr: zu viel Belag macht den Boden feucht und die Pizza sackt auf der Schaufel ein.
    8. Backe die Pizza: schiebe die Pizza auf die Pizzaschaufel und bring sie schnell und souverän auf den heißen Stein im Ofen. Backe 60 bis 90 Sekunden und drehe die Pizza zur Hälfte um eine Vierteldrehung, damit sie gleichmäßig Farbe annimmt. Der Boden ist fertig, wenn er dunkle Stellen zeigt, aber nicht verbrannt ist, und der Rand schön luftig aufgegangen ist.
    9. Fertigstellen und servieren: nimm die Pizza aus dem Ofen, lege sie auf ein Schneidebrett und verteile sofort die frischen Basilikumblätter darüber. Die kommen auf die heiße Pizza und nicht in den Ofen, denn durch die Hitze werden sie schwarz und bitter. Schneide in Stücke und serviere sofort.

Die Temperatur deines Steins bestimmt zu einem großen Teil das Ergebnis. Gib dem Ofen wirklich Zeit, vollständig aufzuheizen, auch wenn es lange erscheint. Backst du mehrere Pizzen hintereinander, lass den Stein zwischen jeder Pizza 2 bis 3 Minuten regenerieren. Ein abgekühlter Stein ergibt einen weichen, zähen Boden. Tupfe die Mozzarella außerdem immer vor der Verwendung trocken: überschüssige Feuchtigkeit macht deine Pizza wässrig, egal wie gut dein Teig ist. Und bewahre übrig gebliebene Teigbälle abgedeckt im Kühlschrank auf; sie lassen sich am nächsten Tag noch gut verwenden.

Willst du variieren? Ersetze die Mozzarella durch Büffelmozzarella für ein cremigeres Ergebnis, oder füge nach dem Backen etwas frischen Rucola und dünne Scheiben Parmesan hinzu. Für eine Pizza Marinara lässt du den Käse weg und gibst Knoblauch und Oregano zur Sauce. Der Teig in diesem Rezept funktioniert auch prima auf dem Grill mit Pizzastein: achte dann darauf, dass der Deckel geschlossen bleibt, damit die Oberhitze das Werk tut. Backst du für eine Gruppe, bereite alle Teigkugeln und Beläge im Voraus zu, sodass du nur noch backen und servieren musst.