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Ossobuco ist das Gericht, das deine Gäste verstummen lässt, sobald du es auf den Tisch stellst. Das Fleisch ist so zart, dass es buchstäblich vom Knochen fällt, die Sauce ist tief und reichhaltig, und die Gremolata sorgt genau für den frischen Kontrast, der dieses Gericht komplett macht. Das ist italienisches Kochen, wie es sein soll: Geduld wird mit Geschmack belohnt. Wenn du deinen Multikocher oder einen Schongarer für die Schmorzeit verwendest, musst du kaum etwas tun und alle Aromen kommen voll zur Geltung.

Rezept

Italienisches Ossobuco mit Gremolata

Ossobuco ist italienischer Komfort auf höchstem Niveau. Langsam geschmort, bis das Fleisch vom Knochen fällt, fertiggestellt mit einer pikanten Gremolata aus Zitrone, Knoblauch und Petersilie.

Gang Hauptgericht
Küche Italienisch
Portionen 4 Personen

Vorbereitungszeit

Vorbereitungszeit 20 Min.
Gesamt 3 Stunden

Benötigte Geräte & Materialien

  • Multikocher oder Bräter mit Deckel
  • Schneidebrett
  • Scharfes Messer
  • Holzlöffel
  • Reibe
  • Kleine Schale
  • Küchenpapier

Zutaten

  • 4 Kalbsschenkel (je ca. 300–350 g, die Haut rundherum leicht einschneiden, damit sie sich nicht aufrollen)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 3 EL Mehl
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Karotten, in kleine Würfel
  • 2 Stangen Sellerie, in kleine Würfel
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 150 ml trockener Weißwein
  • 400 g geschälte Tomaten aus der Dose
  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 2 Zweige frischer Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • Für die Gremolata: eine Handvoll frische Petersilie, fein gehackt
  • Für die Gremolata: Abrieb einer Bio-Zitrone
  • Für die Gremolata: 1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt

Wie macht man italienisches Ossobuco mit Gremolata?

    1. Tupfe die Kalbsschenkel mit Küchenpapier trocken und würze sie großzügig mit Salz und Pfeffer. Wälze sie anschließend leicht in Mehl und klopfe das überschüssige Mehl ab.
    2. Erhitze den Multikocher auf der Sauté-Funktion (oder verwende einen großen Bräter bei mittlerer Hitze). Gib etwas Olivenöl hinzu und brate die Schenkel 3–4 Minuten pro Seite an, bis sie schön goldbraun sind. Nimm sie aus dem Topf und lege sie beiseite.
    3. Schmore im gleichen Gerät die Zwiebel, Karotten, Selleriestangen und den Knoblauch weich in Olivenöl, etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze.
    4. Gib das Tomatenmark dazu und rühre gut um. Koche es 1 Minute mit, damit das Mark leicht karamellisiert.
    5. Lösche mit dem Weißwein ab und lasse ihn 2 Minuten einkochen. Füge dann die geschälten Tomaten und die Hühnerbrühe hinzu. Rühre alles gut durch.
    6. Lege die angebratenen Schenkel zurück in das Gerät. Gib die Thymianzweige und das Lorbeerblatt dazu. Achte darauf, dass das Fleisch größtenteils in der Sauce liegt.
    7. Stelle auf die Schmor- oder Slowcook-Funktion um. Lasse alles mindestens 2,5 Stunden auf niedriger Stufe köcheln oder 1,5 Stunden auf einer höheren Dampf-/Druckstufe. Das Fleisch ist fertig, wenn es zart ist und fast vom Knochen fällt. In einem normalen Bräter schmort es abgedeckt 2 Stunden bei 160 °C im Ofen.
    8. Bereite währenddessen die Gremolata zu: Vermische die fein gehackte Petersilie mit dem Zitronenabrieb und dem sehr fein gehackten Knoblauch in einer kleinen Schale. Stelle sie beiseite.
    9. Entferne die Thymianzweige und das Lorbeerblatt. Schmecke die Sauce mit Salz und Pfeffer ab. Richte das Ossobuco auf einem Teller mit Risotto alla Milanese oder Polenta an, schöpfe die Sauce darüber und streue reichlich Gremolata auf jeden Teller.

Die Gremolata ist kein optionaler Zusatz, sie ist die Seele dieses Gerichts. Der frische Zitronenabrieb mit Knoblauch und Petersilie schneidet genau durch die reichhaltige, tiefe Sauce. Streue sie erst kurz vor dem Servieren über das Fleisch, damit die Aromen maximal zur Geltung kommen. Klassisch serviert man Ossobuco mit Risotto alla Milanese, aber eine cremige Polenta oder einfach gutes Brot funktionieren mindestens genauso gut.

Ein Multikocher macht dieses Gericht alltagstauglich, aber Ossobuco bleibt feierlich. Bereite es einen Tag vorher zu, denn am nächsten Tag schmeckt die Sauce noch besser. So hast du außerdem Zeit, schön zu decken, Kerzen anzuzünden und den Moment zu genießen. Ein Qualitätsgericht, ohne Aufwand. So soll es sein.