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Stoverij ist das Gericht, mit dem belgische Omas sich einen Namen gemacht haben – und das zu Recht. Zartes Rindfleisch, dunkles Bier, Zwiebeln und ein Schuss Essig vereinen sich zu etwas, auf das man am nächsten Tag schon wieder Appetit hat. Das Geheimnis liegt in Geduld und einem guten Bräter, das die Wärme gleichmäßig verteilt und dem Fleisch Zeit gibt, wirklich das zu werden, was es sein soll. Serviere dazu einen Berg selbstgemachter Pommes und du hast ein Essen, das alle am Tisch hält.

Rezept

Klassisches belgisches Rinderschmortopf mit Pommes

Belgisches Stoverij ist Schmorfleisch vom Feinsten: zartes Rindfleisch, das stundenlang in dunklem Bier mit Zwiebeln und Gewürzen vor sich hin schmort. Serviere es mit knusprigen Pommes und du hast ein Wochenendgericht, das zum Genießen einlädt.

Gang Hauptgericht
Küche Belgisch
Portionen 4 Personen

Vorbereitungszeit

Vorbereitungszeit 25 min
Gesamt 3 Stunden 25 min

Benötigte Geräte & Materialien

  • Bräter mit Deckel (mind. 6 Liter)
  • Fritteuse oder hoher Topf
  • Küchenthermometer
  • Schneidebrett
  • Scharfes Messer
  • Holzlöffel
  • Küchenpapier
  • Zange

Zutaten

  • 1,2 kg Rindfleisch zum Schmoren (Sukadelappen oder Rinderrippenstücke)
  • 3 große Zwiebeln, in Halbmonde geschnitten
  • 330 ml dunkles belgisches Bier (z. B. Leffe Bruin oder Westmalle)
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 EL Rotweinessig
  • 2 TL Dijon-Senf
  • 2 Scheiben altbackenes dunkles Bauernbrot
  • 3 Lorbeerblätter
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • 25 g Butter
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1,5 kg mehligkochende Kartoffeln (für die Pommes)
  • Frittierfett oder Sonnenblumenöl (zum Frittieren)
  • Mayonnaise zum Servieren

Wie macht man klassisches belgisches Rinderschmortopf mit Pommes?

    1. Schneide das Rindfleisch in etwa 4 cm große Würfel und tupfe sie mit Küchenpapier trocken. Würze mit Salz und Pfeffer.
    2. Erhitze etwas Sonnenblumenöl im Bräter bei mittlerer Hitze. Brate das Fleisch portionsweise rundherum an, etwa 3 Minuten pro Seite. Lege das angebratene Fleisch auf einen Teller.
    3. Gib die Butter in denselben Topf und dünste die geschnittenen Zwiebeln bei niedriger Hitze glasig, etwa 8 bis 10 Minuten. Rühre regelmäßig, damit sie nicht anbrennen.
    4. Gib das Fleisch zurück in den Topf. Gieße das dunkle Bier darüber und löse mit dem Kochlöffel den Bratensatz vom Boden, denn dort steckt der Geschmack.
    5. Füge den braunen Zucker, den Essig, den Thymian, die Lorbeerblätter und den Senf hinzu. Bestreiche die Brotscheiben mit Senf und lege sie mit der Senfseite nach unten auf das Fleisch. So wird das Gericht beim Schmoren sämig.
    6. Bringe alles vorsichtig zum Köcheln, reduziere die Hitze und setze den Deckel schräg auf den Topf. Lasse das Ganze 2,5 bis 3 Stunden bei niedriger Hitze schmoren. Rühre zwischendurch um und kontrolliere, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist.
    7. Bereite in der Zwischenzeit die Pommes vor. Schäle die Kartoffeln und schneide sie in gleichmäßige Stäbchen von etwa 1 cm Dicke. Spüle sie unter kaltem Wasser ab und tupfe sie gut trocken.
    8. Erhitze das Frittierfett in der Fritteuse auf 160 °C. Blanche die Pommes portionsweise für 4 bis 5 Minuten. Hebe sie heraus und lass sie auf Küchenpapier abtropfen. Das ist die erste Frittierrunde.
    9. Erhöhe die Temperatur des Frittierfetts auf 180 °C. Frittiere die Pommes nochmals portionsweise für 2 bis 3 Minuten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Mit Salz bestreuen direkt nach dem Frittieren.
    10. Probiere das Schmorgericht und würze bei Bedarf mit zusätzlichem Salz, Pfeffer oder einem Schuss Essig nach. Entferne vor dem Servieren die Lorbeerblätter und Thymianzweige.
    11. Richte das Schmorgericht auf tiefen Tellern an und serviere eine große Portion Pommes daneben. Stelle ein Glas Mayonnaise auf den Tisch und genieße.

Stoverij wird besser, je länger es schmort. Hast du Zeit, lass es ruhig 3 Stunden auf kleinster Flamme stehen. Die Sauce wird dann reichhaltiger, das Fleisch zarter und das Brot löst sich vollständig auf und sorgt für diese charakteristische dicke, glänzende Sauce. Mache es gerne einen Tag vorher und wärme es am nächsten Tag auf – dann ist es wirklich am besten.

Ein guter Bräter mit dickem Boden macht hier wirklich den Unterschied. Er verteilt die Wärme gleichmäßig, sodass das Fleisch nicht anbrennt, sondern ruhig schmort. Wähle einen Topf, der auch für Induktion geeignet ist, dann bist du für jedes Kochfeld gewappnet. Serviere dieses Gericht ruhig mitten auf dem Tisch im Topf – das vermittelt gleich das richtige Gefühl bei so einem Klassiker.