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Sauerbraten ist so ein Gericht, das Geduld belohnt. Man mariniert das Fleisch ein paar Tage und lässt es anschließend langsam schmoren, bis es auseinanderfällt. Das Ergebnis ist eine tiefgründige, süß-säuerliche Sauce, die sich mit keinem Schnelltrick nachahmen lässt.

Für dieses Rezept benötigen Sie einen guten Bräter, der die Wärme gleichmäßig verteilt und lange hält, denn genau das verlangt dieses Gericht. Stellen Sie ihn auf den Tisch und genießen Sie gemeinsam eine Mahlzeit, die man so schnell nicht vergisst.

Rezept

Klassischer Sauerbraten mit Rotweinsauce

Sauerbraten ist eine zeitlose Klassik der deutschen Küche: zart geschmortes Rinderbratenstück in einer reichen, süß-säuerlichen Weinsauce. Perfekt für ein festliches Familienessen.

Gang Hauptgericht
Küche Deutsch
Portionen 4 bis 6 Personen

Vorbereitungszeit

Vorbereitungszeit 30 Min.
Mindestens einrichten. 10 Min.
Gesamt Ca. 3 Stunden (ohne Marinierzeit)

Benötigte Geräte & Materialien

  • Bräter mit Deckel
  • Schneidebrett
  • Scharfes Messer
  • Sieb
  • Rührschüssel oder tiefe Schale
  • Küchenpapier
  • Alufolie

Zutaten

  • 1,5 kg Rinderbraten (z. B. Rinderrippe oder Sukade)
  • 400 ml Rotwein (trocken)
  • 200 ml Rotweinessig
  • 300 ml Wasser
  • 3 Lorbeerblätter
  • 10 Wacholderbeeren, leicht angedrückt
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 4 Gewürznelken
  • 2 Zwiebeln, grob geschnitten (für die Marinade)
  • 1 Möhre, grob geschnitten (für die Marinade)
  • 2 Stangen Sellerie, grob geschnitten (für die Marinade)
  • 2 EL neutrales Öl
  • 1 Zwiebel, fein gehackt (für das Schmoren)
  • 1 Möhre, fein gehackt (für das Schmoren)
  • 1 Stange Sellerie, fein gehackt (für das Schmoren)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 Scheiben Frühstückskuchen (ontbijtkoek), zerbröselt
  • 1 EL brauner Zucker
  • Pfeffer und Salz nach Geschmack

Wie macht man klassischen Sauerbraten mit Rotweinsauce?

    1. Marinade zubereiten: Rotwein, Rotweinessig, Wasser, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Gewürznelken, Zwiebel, Möhre und Sellerie zum Kochen bringen. 5 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen und dann vollständig abkühlen lassen.
    2. Das Rinderbratenstück in eine große Schüssel oder einen Gefrierbeutel legen und die abgekühlte Marinade darüber gießen. Abdecken und 3 bis 4 Tage im Kühlschrank marinieren. Das Fleisch täglich wenden.
    3. Das Fleisch aus der Marinade nehmen, mit Küchenpapier trocken tupfen und die Marinade beiseitestellen. Marinade durch ein Sieb gießen und die festen Gewürze entfernen.
    4. Den Bräter auf mittlerer Hitze mit etwas neutralem Öl erhitzen. Das Fleisch rundherum goldbraun anbraten, etwa 4 bis 5 Minuten pro Seite. Das Fleisch aus dem Bräter nehmen.
    5. Die geschnittene Zwiebel, Möhre und Sellerie im Bräter anbraten, bis sie weich sind, etwa 5 Minuten. Tomatenmark hinzufügen und 1 Minute mitrösten.
    6. Das Fleisch zurück in den Bräter legen und die durchgeseihte Marinade so zugießen, dass das Fleisch zu drei Vierteln bedeckt ist. Aufkochen, Hitze reduzieren und den Deckel aufsetzen.
    7. Bei schwacher Hitze 2,5 bis 3 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch sehr zart ist. Das Fleisch einmal zur Hälfte der Garzeit wenden.
    8. Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und unter Alufolie warm halten. Den Kochsud durch ein Sieb gießen und zurück in den Topf geben. Zum Kochen bringen.
    9. Frühstückskuchen (ontbijtkoek) und braunen Zucker zum Kochsud geben und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten einkochen lassen, dabei rühren, bis die Sauce bindet und eine schöne dunkle Farbe annimmt. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
    10. Das Fleisch in Scheiben schneiden und wieder in die Sauce legen. Mit Kartoffelklößen oder Rotkohl servieren.

Der Schlüssel zu einem guten Sauerbraten liegt in der Marinade und der Zeit. Drei oder vier Tage klingen viel, aber dann erhält man eine Geschmacksfülle, die kein Schnellkochrezept erreicht. Geduld lohnt sich hier wirklich.

Ein Bräter mit dickem Boden und gut schließendem Deckel ist dabei keine unnötige Luxusausstattung. Die gleichmäßige Wärmeverteilung sorgt dafür, dass das Fleisch stundenlang sanft schmort, ohne anzubrennen. Wählen Sie einen Topf, den Sie noch jahrelang nutzen – das ist wirklich eine kluge Anschaffung.