Muss man eine Gusseisen-Bratpfanne selbst einbrennen?
Selbst einbrennen gehört nur zu den unbehandelten Pfannen; bei den anderen Arten hier ist das bereits geschehen oder nicht nötig. An dem Namen sieht man die Art nicht immer, denn bei den unbehandelten und den bereits eingebrannten Pfannen steht "ohne Antihaftbeschichtung" im Titel.
Eine unbehandelte Pfanne, wie die Blackwell Skillet, brennt man selbst ein, bevor man das erste Mal darin brät. Dabei baut man mit Öl eine Schicht auf, an der das Essen weniger haftet, und das erzeugt viel Rauch. Danach trocknet man sie nach jedem Abwasch über dem Feuer, denn was nass bleibt, rostet.
Die Beka Stark ist vorbehandelt: bereits eingebrannt, also sofort einsatzbereit. Das gleiche Trocknen über dem Feuer gehört dazu, denn unter dieser eingebrannten Schicht befindet sich rohes Gusseisen.
Bei der emaillierten Keij Kamado Skillet und der Beka Mandala mit keramischer Antihaftbeschichtung muss man im Voraus nichts tun. Die Emaille-Schicht der Keij ist bereits vorhanden, und in der Mandala brät man sofort auf der Schicht. Die Keij wird von Hand gewaschen, wie auf der Produktseite empfohlen. Für die Mandala verwendet man Holz- oder Kunststoffutensilien, denn eine beschädigte Schicht bedeutet eine neue Pfanne.
Eine unbehandelte Pfanne wird ein Fehlkauf, wenn man nicht weiß, dass sie nach jedem Abwasch über dem Feuer trocknen muss. Innerhalb einer Woche bildet sich dann Rost, und das bedeutet Schmirgeln und erneut einbrennen. Will man vor allem Bequemlichkeit oder hat man noch nie eine Pfanne eingebrannt, dann ist Emaille oder eine keramische Schicht naheliegender. Ein Mittelweg ist die Beka Koekenpan Stark ø 24 cm: rohes Gusseisen, das man nicht selbst einbrennen muss, aber das Trocknen nach dem Abwasch gehört dazu.
Wer bereits ein paar Pfannen mit einer abgenutzten Schicht weggeworfen hat, hat bei rohem Gusseisen nur die eingebrannte Schicht übrig. Diese stellt man selbst wieder her, wenn sie beschädigt wird. Die Schritte, um diese Schicht aufzubauen, damit das Essen weniger daran haftet, findet man im Artikel über wie man eine Gusseisenpfanne einbrennt.
Was kann Gusseisen nicht ab?
In einer rohen Gusseisenpfanne sollte man besser keine sauren Gerichte wie Tomatensauce zubereiten: Säure bricht die eingebrannte Schicht ab, danach muss man erneut einbrennen. Mit der emaillierten Keij Kamado Koekenpan Skillet Blauw ø 25,5 cm funktioniert das gut, denn Emaille hält Säure stand.
Auch gegen diese drei Dinge kann Gusseisen schlecht:
Die Spülmaschine: rohes Gusseisen kommt ohne seine eingebrannte Schicht heraus und beginnt dann zu rosten. Auch die Mandala wird von Hand gewaschen, denn ihre keramische Schicht nutzt schneller ab und ihr Holzgriff kann damit nicht gut umgehen.
Eile: schnell anfangen und schnell nachjustieren passt schlecht zu Gusseisen, denn das Erhitzen erfolgt allmählich und ein niedrigeres Feuer merkt man erst nach einer Weile in der Pfanne. Was Edelstahl dabei anders macht, sieht man im Artikel, in dem wir Gusseisen und Edelstahl gegenüberstellen.
Ein Fall: auf einem harten Boden kann Gusseisen brechen, und dann ist es mit seiner langen Lebensdauer vorbei.
Wenn einer dieser Punkte mit deiner Kochweise kollidiert, wähle bei allen Bratpfannen eine Pfanne aus einem anderen Material.
Wie schwer ist eine Gusseisen-Bratpfanne?
Von 0,6 bis etwa 2,5 Kilo, je nach Größe und Art. Die Größe macht viel aus: die Blackwell Skillet wiegt 0,8 Kilo in ø 16 cm, 1,1 Kilo in ø 20 und 2 Kilo in ø 25. Auch die Art zählt: in ø 24 cm wiegt die Mandala 1 Kilo und die Stark 1,67 Kilo. In ø 28 cm beträgt der Unterschied etwa ein Kilo: die Beka Koekenpan Mandala Gietijzer ø 28 cm wiegt 1,4 Kilo, die Stark über 2.
Für diejenigen, die auf das Gewicht achten, ist die Mandala in jeder ihrer Größen die leichteste Gusseisenpfanne hier, auch wenn ihre keramische Schicht wie jede andere abnutzt. Zwei kleinere Pfannen sind auch leichter: eine Blackwell von ø 16 und eine von ø 20 cm wiegen jeweils höchstens etwas mehr als die Hälfte von der von ø 25. Wer neben zwei Bratpfannen auch eine Grillpfanne oder einen Wok aus Gusseisen sucht, schaut bei den Gusseisen-Pannensets. Wie groß deine Pfanne für deinen Haushalt sein sollte, steht in einer separaten Erklärung darüber, welche Größe Bratpfanne du benötigst.
Die Blackwell von ø 25 cm und die Keij haben einen Griff und wiegen beide 2 Kilo. Die Stark ist in ø 28 und ø 30 cm noch schwerer, hat aber einen Gegengriff. Ein solcher Griff verteilt das Gewicht auf zwei Hände, sodass man eine schwere Pfanne sicherer bewegt. Hebst du deine Pfanne lieber mit einer Hand, bleib bei einer kleineren Größe.
Kann man Gusseisen auf Induktion, im Ofen und auf dem Grill verwenden?
Das kann man alles drei, aber was erlaubt ist, variiert je nach Pfanne:
Auf Induktion: jede Pfanne, die du hier bestellen kannst, funktioniert darauf. Selbst einbrennen funktioniert am besten über Gas, also wählst du ohne Gasbrenner leichter eine Pfanne, die bereits eingebrannt ist oder eine Schicht hat.
Im Ofen: laut ihren Produktseiten dürfen die Blackwell-Pfannen, die Stark und die Keij darin, die Keij bis 260 °C. Die Mandala nicht: ihr Holzgriff hält der Hitze eines Ofens nicht stand.
Auf dem Grill: dort heißt eine Gusseisen-Bratpfanne oft Skillet, und die emaillierte Keij Kamado darf laut ihrer Produktseite direkt darauf. Anderes Gusseisen, um draußen zu kochen, steht bei den Gusseisenpfannen für den Grill.
Willst du bei niedriger Hitze schmoren mit einem Deckel darauf, dann ist ein Bräter dafür gemacht: schau bei den Gusseisen-Brätern.